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By Ondrej Kalina

Dass es der Europäischen Union selbst schwer fiele, die demokratischen Mindeststandards für eine Aufnahme zu erfüllen, ist inzwischen ein gern ventiliertes Bonmot. Vor allem verweist es auf ein Demokratiedefizit der ecu, das sich bei näherem Hinsehen jedoch als europäisches Demokratiedilemma entpuppt: ‘Demokratisches Regieren’ ist nämlich erst in einer Gemeinschaft möglich, die sich auch als solche versteht. Denn nur dann sind Minderheiten gewillt, Mehrheitsbeschlüsse als auch für sie bindend anzuerkennen, und nur dann können sozialpolitische (Re-)Distributionsmaßnahmen allgemeingültige Akzeptanz finden. Die Studie entwickelt unter Zuhilfenahme eines originellen Konzeptes ganzheitliche Strategien, wie und mit welchen Resultaten sich jenes issue durch ein spezifisches europäisches ‘Nation-building’ durchbrechen lässt. Dabei richtet sie sich mit ihren pragmatischen Reformvorschlägen vorrangig an die Politik, mit der Bereitstellung ihres Analyserasters zugleich aber auch an die Europawissenschaften.

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Er kommt dabei zu dem Ergebnis, dass europiiische Idemitat kcin unmogliches und undenkbares KonSlrtlkt isl. Unter den gegebenen Umstanden konne es aber keine Bedingung fUr den europaisehen Integrationsprozess sein, sondem nur eines seiner moglichen Resullale. "' Bridget Laffan (2004) und Andre Utzinger (2005) untersllehen die Qllalitat der inslitlltionellen Strtlktur Ellropas als Identity-builder. Mit den Potenzialen einer geteilten Historic und gemeinsamer kullurel[er Werle fur die Stiftllng einer europaischen Identilat setzt sieh facettenreich - vorwiegend unter philosophisehen Gesiehlspunkten - der Sammelband von Hans Joas & Klaus Wiegandt (2005) auseinander; kiirzere, ebenso anregende Erwagungen lassen sieh u.

80 Vgl. au<;h Sidjanski 2004: 26. 81 Entspreehend die lrcffendc B~"Obachrung \'on Peler Schmiu-Egller (2005: (01). 42 A Ein Kontincnl - cine Nation? 1l Hicr hingcgen wird im Kontcxt cleT Nalion-building-Programmatik sowohl nach den Konstillliionsbcdingungcn cincr EU·ldcntitiil sowie nach ihrcn moglichcn Implikationcn fLir den Prozcss cleT Demos-Bildung germgt, ergo wird ldcntitiit als ein Minclglicd eincr Hingeren Kausalitiitskctte bchandelt. t3 [n dicscm Zusammenhang is! insbesondere die ahnlichc kausalc Argumcntationswcisc Georg Vobmba$ (2001) hcrvorzuheben, cler allcrdings dicsc Katcgoric nicht im Kontext cines umfasscndcn Nation-bllilding llntersucht, sandem den moglichcn Folgcn cleT Kollektividentitat fiir die soziale Umveneilung naehgeht, ergo einen Einzelaspekt des hier betmehteten Prozesses abhandell.

Almolld & Verba (1963) als ertragreich enveist. Aus dem Bereich der iibenviegend kulturalistischen Nationen- tlnd Nalionalismusforschung erscheinen vor allcm die Klassiker von Bel/edie/ Anderson (1988), Emcsl Gel/ner (1987, (991), Eric 1. HobsbaHi/11 (1990, 1995) und Roge/:s Brubaker (1996) anregend. Dass die Idee cines Vergleichs der EU als Emerging Polity, sprieh: als cine Institutioncnordnung, wclchc zunehmend relevante Gowmance-Funktionen enlwickelt, mit dem Prozcss der Systembildung im Rahmcn des historischen State- und Nation-bllilding in Westeuropa nicht vollig neu ist, wird an Gwy Marks (1997) Aufsatz ersichllich, der allcrdings 'nUT' die komparatislische Perspcktive eroffnet lind auf die zemralcn Ter/ia Comparationis hinwcist, im gcgebenen Rahmen jedoch kcine umfassendere Analyse erbringt.

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